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Fischbestand einst und jetzt

 

Die weiten Wasserflächen des Urstromtales der Ems mit ihren teilweise seichten Stellen waren ein beliebter Aufenthalt vieler Fischarten und ihr bevorzugter Laichplatz. Seither wird die Ems als fischreiches Gewässer bezeichnet.
Nach einer Überlieferung soll in frühester Zeit der Lachs, auch Ran­del genannt, so häufig und stark in den Gewässern dieser Gegend auf­ge­treten und gefangen worden sein, dass sich die Dienstboten ausbedungen hatten, man möge ihnen höchstens einmal in der Woche Lachs als Speise vor­setzen.
Von den in früheren Jahren erwähnenswerten Fischfängen sind uns folgende überliefert:

25. April 1598 bei Neuenhaus ein Stör gefangen, 9 Fuß lang.
14. Juni  1598
bei Nordhorn ein Stör gefangen, 9 Fuß lang.
25. Juni  1601 als Gräfin Magdalena von Bentheim nach Tecklenburg zu ihrem Herrn
  wollte und durch die Ems zog, ist man eines Störs ansichtig geworden, welcher auch gefangen und auf die Tecklenburg mit­ge­­führt wurde. Er
war 10 Fuß lang.
1660 wurde in der Ems ein 24pfündiger Lachs gefangen.
1808 wurde in der Ems ein 19½pfündiger Lachs gefangen.
1872 wurde bei Wachendorf ein 200pfündiger Stör gefangen.
1886 wurde im Nordhorner Mühlenkolk ein Stör von 216 Pfund gefangen.
1895 wurde der wohl letzte Stör bei Lingen mit einem Gewicht von
  rd. 3 Zentnern gefangen.

Bis zum Jahre 1920 sind noch einzelne Exemplare größerer Fischsorten im Bereich des Kreises Lingen gefangen worden. Durch den ständig stärker werdenden Schiffsverkehr auf der Ems und dem Kanal bzw. durch den Ein­bau von Schleusen und Wehren haben die Großfischsorten die obere und mittlere Ems als Laichgebiet aufgegeben. Ihr Auftreten in den heimischen Gewässern ist deshalb auch nicht mehr beobachtet worden.

Fischbestand heute

Heute sind in unseren Gewässern Aal, Barsch, Brasse, Döbel, Hecht, Karpfen, Quappe, Rotauge, Schleie und Zander anzutreffen. Nach den Fangergebnissen der letzten 35 Jahre sind Rotaugen, Aal und Brasse die häufigsten Fischarten.
Weniger gefangen werden hier: Wels, Barbe, Aland, Rotfeder und Nase.


Aus der Chronik: 100 Jahre FV Lingen (von Walter Tenfelde)

 

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